Vrsar, Istrien, offiziele Seite über Urlaubsangebote und Tourist Infos

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Tradizione a tavola 15.10.-15.11.2019.

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Entdecken Sie Delikatessen Vrsars von 21. bis 28. September

Für die wahren Hedonisten und Liebhaber von autochthonen Spezialitäten und guten Weinen aus Istrien führt der Weg in diesem September nach Vrsar.

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Kulturhistorische Sehenswürdigkeiten in Vrsar

Der Name Vrsar (italienisch Orsera) ist sehr alt. In den mittelalerlichen italienichen Dokumenten findet man den Namen des Städchens in verschiedenen Variationen: wie z.B. Ursaria, Ursarium, Vrsarium, Orsaria…

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A Rich Culinary Tradition

All fragrances and aromas blend in Vrsar to give a harmonious overture into the characteristic gastronomy of Istria. Sea food, grilled fish and meat delicacies that can be tasted in charming restaurants and authentic konobas (taverns) are just a small part of the rich gourmet experience offered by Vrsar.

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SPORT, NATUR, AKTIVITÄTEN…

In Vrsar werden viele Sportaktivitäten und Attraktionen angeboten: Tennis, Fußball, Volleyball, Basketball, Mini-Golf, Boccia, also alles, was das Sportlerherz begehrt!

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DER KLOSTERKOMPLEX ST. MICHAEL AM LIM

Die Benediktinerabtei St. Michael am Lim wurde Anfang des XI. Jahrhunderts gegründet und in ihr hielt sich eine Zeit lang der heilige Romuald auf, der Gründer des Kamaldulenser Ordens. Diese Abtei war die erste dieses Ordens. Die Benediktiner verwalteten das Kloster und gehörten ihm durch ihren Besitz bis zum XVIII Jahrhundert an. Seit dem XV Jahrhundert hatten die Ordensbrüder hier die Autonomie, so dass das Lehen als Gebiet mit klösterlicher feudaler Immunität betrachtet wurde. Ab dem XVIII Jahrhundert fiel das Klostergebäude und Lehen an die Grafen aus der Familie Coletti bis das gesamte Lehen 1847 in staatlichen (österreichischen) Besitz überging. Zur Zeit der österreichischen Herrschaft befand sich hier eine Ordensstation. Es sind zwei Kirchen mit wertvollen Fresken, sowie Kreuzgang, Zisterne und Teile der Gebäude, die den Klosterkomplex bildeten, erhalten.

Eines der interessantesten Gebiete mit einer Einheit von Umgebung und Architektur in Istrien ist der Klosterkomplex St. Michael am Lim, der in dem Ort mit dem bezeichnenden Namen Kloštar liegt. Zu diesem Komplex gehört auch des umliegenden Gebiets das ehemals einen Teil des Klosterbesitzes bildete und das bedeutende Waldgebiet Kontija. Die Orte der alten Benediktinerabteien wurden auch anderswo in der christlichen Welt sorgfältig gewählt und bilden ausnahmslos ein ambientales, geografisches, mikroklimatisches, landschaftliches und auf andere Art besonderes Gebiet. In solches Bild fügt sich auch St. Michael am Lim, erbaut auf der kahlen Ebene über Lim mit zwei alten Kirchen, außerordentlich wertvollen Fresken sowie einem zerstörtem Klosterkomplex mit Kreuzgang und Zisterne, Wachtturm, Besitz, Steinbruch und Waldgebieten. Hundert Meter entfernt liegt der moderne Ort Kloštar.

Die Benediktinerabteien haben entscheidende Bedeutung bei der Bildung der Zivilisation des Westens, darum muss auch St. Michael am Lim in diesem weiteren Kontext und seiner universalen Bedeutung betrachtet werden. Die Benediktiner sind der älteste Kirchenorden im Westen. Ihre Abteien waren wahre Zentren der Schreibkunst, Ausgangspunkte der Alphabetisierung und Christianisierung, Punkte zur Verbreitung der lateinischen Sprache sowie Bewahrung der Tradition des römischen Rechts, implementiert in das Kirchenrecht. Benediktinerabteien waren Vorboten des Mittelalters und bildeten ebenso wie St. Michael am Lim wichtige Wirtschaftsgefüge mit großen Besitzungen sowie dazugehörigen Siedlern und Leibeigenen. Für die Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters haben die Benediktinerabteien unermesslichen Wert und dies nicht nur als Orte, an dem Siedler und/oder Leibeigene gearbeitet haben, sondern auch als Mittelpunkt technischer und technologischer Innovationen in der Landwirtschaft (Düngung, Bekämpfung von Krankheiten, Weinbau, Weinerzeugung, älteste Weinkeller und Speicher usw.).

Der Klosterkomplex liegt auf einem altkroatischen Friedhof, der durch diesen Bau vernichtet wurde. Der Titular der Abtei – der heilige Erzengel Michael – ist das Symbol für den Sieg des Christentums über das Heidentum und weist auf das missionarische Wirken der in den Kreis der slawischen Bewohner hinzugekommenen Benediktiner. Die Grundmauern der Westwand der Kirche St. Michael sind mit der Mauer der Abtei verbunden, die sich auf der anderen Seite auf ihrer Verlängerung befindet. An dieser und den Nachbarwänden sind Spuren eines Anbaus zu sehen wobei es sich um die Reste des Klosterbaues handelt, der zur gleichen Zeit wie die Kirche gebaut wurde (Ende der ersten Hälfte des XI. Jahrhunderts). Irgendwann im XII Jahrhundert wurde der Südflügel des Klosterbaus errichtet, der zum Hof hin (Kreuzgang) sich auf einigen Bögen angemessener Höhe erhebt. Die Säulen, auf denen die Arkaden ruhen haben quadratische Kapitele. Ein Durchgang mit einem halbkreisförmigen Bogen sowie ein Durchbruch der Mauer auf der Ostseite der Bögen weist auf die Tatsache hin, dass sich vor der Kirche noch ein Flügel eines Kreuzganges mit mehreren Arkaden und zwar mit einem bedeckten Triem, ohne Wohnraum befand. An der Westseite bestand noch ein Flügel des Klosters zusammen mit den Arkaden des Kreuzgangs, doch durch den Bau eines neoklassizistischen Schlosses wurde er abgerissen. Zwei Bögen dieser Arkaden wurden als Gurtbögen in das frühmittelalterliche Gewölbe der frühchristlichen Kirche St. Maria eingebaut. Zwei Bruchstücke von Kork aus dem Mobiliar der Kirche St. Michael stammend, die in den Übergang des Pilasters in den Seitenbogen der Arkaden der Kirche St. Maria eingefügt wurden, zeigen, dass der erwähnte Bogen erst nachdem die Kirche St. Michael verlassen wurde und ohne Kirchenmobiliar blieb, in die Kirche St. Maria gelangte. Im Mittelteil des Kreuzgangs befindet sich die Krone einer alten Zisterne im romanischen Stil. Ihr romanischer Kranz ist schön profiliert und darauf befindet sich das stilisierte gemeißelte Wappen der Kamaldulenser mit zwei Tauben, die aus einem Kelch trinken. Im Laufe des XVI Jahrhunderts befand sich ein Glockenturm im Kreuzgang, der später zerstört wurde und so heute nicht mehr besteht.