WEB CAM "Marina"

  • Temperatur: 25.6°C
  • Feucht : 80%
  • Wind: 11km/h NNW
  • Meerestemperatur: 23.9°C
  • Luftdruck: 1006.3 hPa
  • Regen: 0 mm/h
antuna

Denkmäler und Sehenswürdigkeiten

×

Die Kirche der heiligen Foška

Der Baustil der Kirche (die erste Hälfte des 17.Jhs.) weist Merkmale aus der Ranaissance mit einigen Barockelemten auf. Die Fassade mit dem Portal aus der Renaissance ist sehr einfach. Neben dem Portal befinden sich zwei Fenster mit eisernen Gittern. Auf dem Kirchenturm, bis zur Beschlagnahme für Kriegszwecke im ersten und zweiten Weltkrieg, befanden sich zwei Glocken (eine aus dem 17. und eine aus dem 18.Jh) beide aus den Glockengiessereien Venedigs. Während des Weltkrieges wurde die Glocke mit der Aufschrift OPVS CASTELLIS (Castelis Werk) aus der venezianische Glockengiesserei der Familie Castelli (aus dem 18.Jh.) entfernt. Anstelle der entfernt Glocke wurde dann eine neue Glocke aufgehängt, gegossen in der Glockengiesserei Lapagna in Triest im Jahre 1922. Auch diese Glocke wurde zusammen mit einer alten reichdekorierten Glocke (Abbildungen der hl. Foška, Madona, Kruzifix) aus dem 17. Jh. mit lateinischer Aufschrif:
SANCTA FVSCA VRSARIA MMDCLXXX (Die heilige Foška der Stadt Vrsar 1680) von den Italienern im zweiten Weltkrieg entfernt, die Glocken wurden aber nicht zu Kriegszwecken verwendet, befinden sich heute im Turm der Kirche des hl. Martin.

In der restaurierten Kirche befindet sich heute eine reiche Sammlung sakraler Gegenstände, under anderem Abbildungen der Folterung der hl. Foška aus dem 17. Jh. Einige Grabsteine mit lateinischen Inschriften ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher. Vor dem Hauptalttar befindet sich der Grab des Pfarrers Luka Prodanić aus Vrsar (Luca Prodanich) der im Jahre 1659 starb. Auf dem Grebstein sind Symbole der Priesterschaft (Kelch und Hostie) eingemeisselt.

Das Hauptstadttor

Neben der Kirche der St. Foška befindet das östliche bzw. das Hauptstadttor des mittelalterlilchen Vrsars. Jahrhundertelang war das der Haupteingang in das mauernumgebene Städchen, das sich erst im 19. Jh. ausserhalb der Stadmauern verbreiten durfte (bis zum 19. Jh. befand sich ab und zu einsames Häuschen oder Kirchlein ausserhalb der Stadtmauern).

Dieses romanische Tor stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der halbkreisförmige romanische Bogen i9st sorgsam im Stein gemeisselt. Das Tor wurde einst durch eisenbechlagene Eichenholztür geschlossen. An der Türverkleidung an der Innenseite sind ein eisernen und ein steinerner Ring zu sehen, an denen die Holztorglügel befestigt waren. Das alles war einst Teil der Stadtmauer. Über dem Tor sind noch Bruchstücke der Stadtmauer zu sehen. An der Steinplatte oberhalb des Tores ist ein Relief mit einer Miniatur des hl. Markus (Symbol der Republik Venedig zu sehen). Das flache Relief in Form eines Schildes mit – Blumenmotiven stellt den Löwen des hl. Markus mit dem Buch dar (Attribut des Evangelisten Markus) mit erhobenen Flügeln und gezogenem Schwanz. Der Löwe hat in seinenPfoten ein geschlossenes Buch, was bedeutet, dass er in der Zeit gemeisselt wurde, als Venedig im Krieg mit jemandem war. Die Lőwen im Frieden hielten ein offenes Buch mit dem üblichen leteinischen Text: PAX TIBI MARCE EVANTELISTA MEUS (Frieden Dir, mein Markus Evangelist). Der Löwe sieht den venezianischen löwen aus dem 14. Jh. aber auch denen aus dem 15. und 16. Jh. ähnlich, es ist deswegen schwierig, ihn in eine bestimmte Periode zuzuordnen. Links vor dem Tor ist die erste Volksschule in Vrsar aus dem 19. Jh.

Strassen und Plätze

Innerhalb der Stadmauern entstanden durch Jahrhunderte schmale enge Gassen und kleine intime Plätze. In den engen Gassen finden sich interessante Beispiele der Wohnarchitektur mit Elementen verschiedener Baustiele. Die alten Häuser mit interessanten architektonischen Datails (Balkons, Innenhöfe, Brunnen. Treppenhäuser. Türen, Fenster. Kamine) ziehen die Aufmerksamkeit auf sich an. Vom Stadttor zum Gipfel steigt die Strasse Gradska vrata mit besonders schönen alten Häusern. In der Nähte des Stadttors befindet sich ein Haus mit zwei interessanten Frauenfiguren (rundliche Gesichter, üppige Brüste) hoch auf dem Vorfront des Hauses. Neben dem Haus führt die malerische Gasse Pod voltom. die auf zwei Stellen überwölbt ist. Die überwölbten Strassen sind für die mittelalterliche Architektur charakteristisch. Der enge Raum innerhalb der Stadtmauern diktierte rationelle und ökonomische Platznutzung.

Auf dem Portal eines renaissance-barocken Hauses in der Strasse Gradska vrata aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. findet man eine Tafel mit gemeisselten Aufschrift: I0 PIETRO IVODAI M POLLO F(ieri) F (eccit) ANNO D (domini) 1757. Ich Pele Boccio. Sohn des verstorbenen Pola baute feierlich Anno Domini 1757. Auf der rechten Strassenseite befinden sich auch einige alte Häuser. In der Casanova Strasse steht ein altes Haus mit Spuren romanischer Architektur. Bei der Ausgrabung der Wasserleitung (im Jahr 1963) fand man in der Strasse Gradska vrata Keramikbruchstücke aus der Bronzezeit. Auf dem Plateau der alten Stadt Vrsar steht die Pfarrkirche des St. Martin und das alte Kastell (ehemalige Sommerresidenz der Bischöfe von Poreč”). In der vorgeschichtlichen Zeit befand sich auf dieser Stelle eine befestigte ovalförmige Siedlung der alten Histern, der Ureinwohnern der Halbinsel Istrien.

Die Pfarrkirche des St. Martin

Die Pfarrkirche wurde auf dem Gelände gebaut, wo sich ehemalige Stadtmauern mit romanischen Toren befanden. Die Geschichte der Bauzeit ist sehr lang. Die Grundsteine wurden Anfang des 19. Jhs. (1804) gelegt. Der Bau wurde in der Zeit der französischen Okupation (1805-1813) fortgesetzt, danach lagen die Bauarbeiten jahrelang still. In der Zeit zwischen 1927 und 1935 wurden die Bauarbeiten vollendet und die Kirche beendet (während der Amtszeit des Pfar rers Josip Martinoli). Der Bischof von Poreč Trifun Pederzolli hat am 19.III 1935 die neugebaute Kirche festlich geweiht (der lateinische Inschrift in der Kirche). Vor der Kirche liegen breite Treppen. Die Fassade endet in einem dreieckigen Giebel. Auf dem Portal ist der lateinische Text: VERE LOCUS ISTE SANCTUS EST (Dieser Hau ist wahrhaftig heilig). Derzweite lateinische Text auf der Kirchenfassade beschreibt die Geschichte des Kirchenbaus und erwähnt den Papst Pia den XI. und den italienischen König Vittorio Emanuele und den Bischof Trifun Pederzolli. Der geplante Bau des Kirchenturms wurde im Jahre 1991 beendet. Das Kircheninnere ist aus einem Mittel- und zwei Seitenschiffen gebaut. Je vier runde Steinsäulen an jeder Seite teilen das Kircheninnere in drei Schiffen. An den Steinsäulen sind Namen der edlen Spender eingraviert. Die Kapitele haben Ornamente mit Blumenmuster (Palmetten mit Voluten). Im presbyteri-anischen Teil der Kirche befinden sich zwei Bögen mit religiösen Gemälden.

Die Gemälden malte Antonio Macchi, ein Maler aus Rovinj, im Jahre 1946 nach der Anweisung des Pfarrers Franzisko da Piran. Auf dem ersten Bogen sind die Abbildungen aus dem Leben der Heiligen Foška und des hleiligen Martin. In der linken Ecke ist die Abbildung des heiligen Martin, wo er mit dem Schwert seinen soldatischen Mantel schneidet und einen Teil dem erfrorenen Bettelman schenkt. In der rechten Ecke ist das Martyrium der heiligen Foška, der christlichen Märty rerin dargestellt. In der Mitte des Bogens ist die Christiabbildung mit ausgebreiteten Armen. Das Ganze ist durch den lateinischen Text vervollständigt: SANCTI NOSTRI MARTINE ET FUSCA INTERCEDITE PRO NOBIS (Unseren heiligen Beschützer Martin und Foška, betet für uns).

Auf dem zweiten Bogen sind Blumenmotive (Blumen und Bäume), Engel und Lämmer. In der Mitte ist das Symbol Christi – Agnus Dei (Lamm Gottes), Auf dem Bogen ist lateinischer Text:

ACE AGNUS DEI: ECCE QUI TOLLIT PECCATA MUND! (Dieses ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Well auf sich nimmt).

Die Kirche ist ärmlich mobiliert. Das Taufbecken aus Marmor im linken Schiff kommt aus der alten Kirche des hl. Martin, die auf dem Hauptplatz in Vrsar stand. Es ist Schande, dass die schone alte Madonnastatue aus dem 14. Jh., die sich früher in der romanischen Basilika der hl. Maria im Hafen von Vrsar befand, gestohlen wurde. Neben der Kirche befindet sich das Pfarrhaus aus dem Jahre 1935.

Die Sommerresidenz der Bischöfe von Poreč

Neben der Pfarrkirche befindet sich ein monumentaler halbzerstörter Palast, der einst die Sommerresidenz der Bischöfe von Poreč war. An dieser strategischen Stelle besassen die Bischöfe im 12. und 13. Jh. einen bescheidenen romanischen Palast. Im Laufe einiger Jahrhundrte war der ursprüngliche Palast ununterbrochen umgebaut und erweitert. Der heutige Palast ist eigentlich das Resultat der Umgestaltung des romanischen Kastells, die in der Zeitspanne vom 14. bis 18. Jh. ausgeführt wurde. Der Palast war befestigt und das ist der Grund, dass es in den alten Dokumenten unter dem Namen castrum (Befestigung, befestigtes Schloss) erwähnt wurde. Der Palast war von einer Verteidigungsmauer mit Schiesstürmen umgeben. Die Reste der Mauer sind bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. Neben dem Palast sind auch zwei romanische Türme aus dem 13. Jh. erhalten geblieben. An der Südseite sind zwei schmale viereckige Türme – Beobachtungsstellen mit viereckigem Grundriss, auf denen Schiesslöcher sind. Die Fassade des linken Turmes ist ein Solarium (Sonnenuhr).
Im Palast waren unzählige Räume (für den Bischof, Diener. Gäste). In Keller waren Weinkelter. Olivenpresse, Backofen. Wasserzisterne, sowie Vorratsräume für landwirtschaftliche Produkte (Öl. Wein, Getreide) von den Bischofslandgüter um Vrsar. Neben dem Palast gab es auch Stallungen.Der Palast war nicht nur die bischöfliche Sommerresidenz sondern auch ab und zu refugium (Fluchtplatz). In gefährlichen Zeiten (Krieg, Pest) flüchteten die Bischöfe aus Poreč nach Vrsar. Während der Unruhen in Poreč 1299 flüchtete der Bischof Bonifacius nach Vrsar. Manche Bichöfe wohnten ständig in Vrsar. So verliess im 17. Jh. der Bischof Ruggiero Tritoni das ungesunde und malariaverseuchte Poreč und siedelte sich permanent in Vrsar an (1632-1644). In Vrsar ist er auch gestorben und begraben worden. Sein Nachfolge Bischof Gianbattista de Giudice lebte und starb in Vrsar (1644-1666). Bei bischoflichen Ankunft und Abreisen mussten die Bauern aus Vrsar das Gepäck und Zubehör des Bischofs kostenlos transportieren. In einem Dokument aus dem Jahr 1577 steht es in diesem Zusammenhang: “Genauso sind die Bauern aus Vrsar verpflichtet, das Gepäck des Bischofs kostenlos zu transportieren, wenn der Herr Bischof ins Kastell kommt oder es verlässt.” Im Palast hielten sich ab und zu auch bedeutende Personen aus dem kirchlichen und politischen Leben auf, da hielten die Bischöfe von Poreč auch Sinoden für lokale Pnesterschaft. Im Dabeisein angesehener Persönlichkeiten haben die Bischöfe ab und zu wichtige Dokumente herausgegeben. Auf einem Dokument des Bischofs Oton aus dem Jahre 1288 steht es am Anfang: actum est hoch in turri castri ursaria. (Das geschah im Turm von Kastell Vrsar). Am Ende des 18. Jh. (1778) hob die Republik V enedig die kirchliche Grafschaft der Bischöfe von Poreč auf und damit fiel auch der Palast unter Staatsverwaltung der Republik Venedig. In der Zeit der vollen Herrschaft der Republik Venedig über Vrsar (1788 -1797) hielt sich im Palast von Zeit zu Zeit der venezianische Bürgermeister (providur) der Gemeinde Sv. Lovreč, der Vrsar nach der Aufhebung der Biscofsverwaltung ange schlossen war. In einer Verodnung der zentralen Verwaltung aus Venedig (aus dem Jahr 1793) erlaubte man Herrn Palma, dem Bürgermeister von Sv. Lovreč einige Monate im Jahr in Vrsar zu wohnen, weil das Klima in Vrsar gesünder war. Dabei wurde auch befohlen, den Palast zu restaurieren. Im 19. Jh. wurde das Palast Eigentum der Patrizier-familic Vergotini aus Poreč. Im 20. Jh. begann der Zerfall. Gegenwartig ist der Palast eine Ruine, die nach Restaurierung schreit.

Das alte romanische Tor 

Im Vergleich mit dem Hauptstadttor aus dem Mittelalter auf der Ostseite Vrsar ist dieses Tor kleiner und wird das kleine Stadttor genannt. Das Tor wurde in der zweiten Hälfte des 12. oder Anfang des 13. Jh. gebaut, damals wurde in istrischen Stätden im romanischen Stil gebaut und gemeisselt. Der Tor ist aus dreizehn Steinblöcken ziemlich präzise gemeisselt. Das Tor war ein Teil der Stadtmauern. Bis heute ist der Torflügel aus hartem istrischen Eichenholz erhalten geblieben. Interessant sind auch die steinernen Ringe, die zur Befestigung der Torflügel dienten. Die Torflügel haben auch eine Schlissvorrichtung. Über dem Tor ist ein Fragment der Stadtmauer und eine Platte mit flachem Relief des Löwen von hl. Markus angebracht. Künstlerisch ähnelt der Löwe dem am Osttor der Stadt und stammt wahrscheinlich von demselben Künstler. Wie der Löwe am Osttor hat auch dieser in den Pfoten ein geschlossenes Buch, ausgebreitete Flügel und angezogenes Schwanz. Der Löwe entstand in der Zeit zwischen dem 14. und dem 16. Jh. wahrscheinlich wurde er nach Vrsar gebracht und im Jahre 1778 über dem Tor angebracht, als die Republik Venedig über Vrsar herrschte. Neben dem Tor sind zwei Kanonenkugeln eingemauert, die wahrscheinlich von den englischen Schiffen stammen, die am Anfang des 19. Jh. die Städchen Istriens, die damals unter der Herrschaft Napoleons waren, bombardierten.

Das Kirchlein des heiligen Anton

In der Nähe des alten Tors befindet sich das Kirchlein des heiligen Anton von Padua aus der zweiten Hälfte des 17. Jhs. in Ranaissance-Barock Stil gebaut. Die Fassade des Kirchleins ist einfach.Über dem Portal ist die lateinische Abkürzung. (I.O.B.C.F.F.C.E.L.E.) und das Baujahr 1656 einge-meisselt. Neben dem viereckigen Portal befinden sich zwei eckige Fenster mit Gitterwerk. Oberhalb des Portals ist ein rundes Fenster. Auf der Südseite ist ein halbmondförmiges Fensterchen. Über der Fassade erhebt sich ein einfacher Kirchturm mit einem Glockenraum in Arkadenform. Auf dem Turm hing bis zu seiner Beschlagnahme zu Kriegszwecken eine kleine reichverzierte (St. Anton, Mutter Gottes und die Heiligen) Glocke aus dem Jahre 1657. Auf der Spitze des Kirchenturms befindet sich eine steinerne Kugel und ein eiserner Kreuz. Vor der Kirche ist eine Vorhalle oder Laube (ein bedeckter offener Raum). Auf zehn runden Säulen ruht eine Holzdachkonstruktion. Solche Lauben sind sehr interessante kunst – architektonische Details vor den istrischen Dorfkirchen, die in der Zeitspanne vom 14/ 15 bis 19. Jh. entstanden. In Wirklichkeit sind solche Vorhallen die Verlängerung des Kirchenraumes. Während der Messe standen unter der Laube die Menschen, die keinen Platz im Kirchlein fanden oder bewaffnete Männer. Unter dem Laubendach fanden die ” Menschen Schutz vor Sonne und Regen auch die Men-sehen, die zu spät kamen und den Stadtor geschlossen fanden, übernachteten machmal da. Unter solchen Lauben wurden auch Gerichtsprozesse abgehalten und verschiedene Geschäfte vereinbart. Das Innere des Kirchleins des heiligen Anton ist renoviert und im Sommer werden darin von Zeit zu Zeit Kunstausstellungen veranstaltet. Auf dem hölzernen venezianischen Altar (im Stil der hohen Renaissance mit Elementen aus dem Barock) ist ein Bild des heiligen Anton mit den Heiligen.

Mauern und Türme

Die erste wesentlichere prähistorische Siedlung (aus dem Bronze- und Eisenzeitalter) auf einem Hügel war mit einfachen Wehrmauern umgeben. Auch im Mittelalter war Vrsar von Mauern und Türmen umgeben. In der Zeit zwischen dem 13. Und 16. Jahrhundert wurden neue Stadtmauern gebaut. Auf manchen Objekten sind auch heute noch Fragmente der Stadtmauern erhalten.

…im Hafen

Der Raum in der Bucht von Vrsar wurde im 19. Jh. gestaltet und dann wurden viele Häuser zwischen dem alten Stadtkern und der Küste gebaut. Aber in der Bucht pullsierte das Leben noch vor der Zeit der Antike. In einigen mittelalterlichen Dokumenten wurde der Raum im Hafen um Vrsar unter dem Namen Fabian erwähnt. In der Zeit zwischen dem 12. und 17. Jh. waren im Hafen Salinen und Magazine für Salz, die dem Bistum von Poreč gehört haben.

An der Küste zwischen Funtana und dem Lim -Fjord befindet sich antike römische archäologische Zone. Auf mehreren Orten wurden Reste alter rö¬mischen Villen (villae rusticae) gefunden. In der Umgebung der Bucht fand man ziemlich reiche Spuren, die von spätantiken römischen öffentlichen und privaten Gebäuden zeugen. Auf die Reste der römischen Architektur im Hafen von Vrsar machte als erster schon in der ersten Hälfte des 16. Jh. der italienische Geograph aus Izola Pietro Coppo in seinem Werk “Del sitto dell Istria” (Über die Lage Istriens, Venedig 1540) aufmerksam. Anfang dieses Jahrhunderts schrieb der tschechische Archäologe Anton Gnirs (1875-1933) über einige römischen Ruinen im Hafen von Vrsar, die infolge der Ufersenkung unter das Meer geraten sind.

Das Kirchlein des heiligen Georg

Vor dem Hafen liegt die Insel des hl. Georg mit dem gleichnamigen romanischen Kirchlein.
Das Kirchlein hat einen viereckigen Grundriss mit der eingebauten Apsis, die im Jahre 1995 restauriert wurde. Einige Historiker vertreten die These, Dass die römische Stadt Ursaria (Vrsar) vielleicht gerade auf dieser Insel gelegen wurde. Diese These wurde aufgrund der Tabula Peutengeriana (die Kopie der romischen Karte aus dem 3. oder 4. Jh.) basiert, auf der die romische Stadt Ursaria auf einer Insel aufgezeichnet wurde. Auch ein anonymer Geograph aus Ravenna zeichnet Ursaria im frühen Mittelalter auf eine Insel. Auf der Insel selbst wurden noch keine archäologischen Ausgrabungen unternommen.

Die römischen Lagerhauser und die römischen Nekropole

Vor mehreren Jahrzehnten (1928) wurden im Hafen von Vrsar die Fundamente eines grosseren, etwa 70m langen Gebaudes ausgegraben. In der romischen Zeit war Vrsar ein ziemlich wichtiges Handelszentrum und die Archaologen um die Reste eines romischen Lagerhauses handelt (lat. Horreum). Das der Handel im Hafen sehr lebhaft war, kann man auch an romischer Hafeneinrichtung sehen. Einst konnte man im Hafen auch Reste eines Hafenkais sehen. An der Sudseite der Halbinsel Montraker, die den Hafen von der Nordseite schliesst, fand man die Reste einer alten romischen Nekropole (Friedhof) mit einem bescheidenen Bestand an Vrsar fand man auch Reste altromischer Sarkophage.

Die altchristliche Basilika

In der Nähe der romanischen Basilika der hl. Maria in einem steinernen von Mauern umgebenen Hof befinden sich die Reste (Fundamente und Teile des Bodenmosaiken) der altchristlichen Basilika aus dem 4. Jh. Die Reste der Basilika sind nun mit Erde bedeckt und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Basilika war eine der ältesten altchristlichen Bauten in Istrien. Die ersten Christen in Vrsar im 2. und 3. Jh. zelebrierten ihre Gottesdienste in privaten Häusern. Erst im 4. Jh. nachdem der Imperator Konstantin der Grosse (306-337) mit dem Edikt von Mailand (313) den Christen die Gottesdienstfreiheit verliehen hat, bauten sie in Vrsar eine altchristliche Basilika. Im August und September 1935 wurden die ersten Fragmente der Basilika ausgegraben, durch den italienischen Archäologen Mario Mirabella Roberti. Die Basilika war im gleichen Baustil mit dem rechteckigen Grundriss gebaut und war den ersten Basiliken aus der ersten Phase der altchristlichen Architektur ähnlich. In der Basilika befand sich eine Taufkapelle (Baptistrium) und eine Vorhalle (narteks) entlang der Westfassade. Im 6. Jh. Wurde auch die Apsis gebaut (rundförmige Aussenwand der Kirche). Der Boden der Basilika war mit vilefar-bigen Mosaiken bedeckt. Die Mosaike sind in Fragmenten erhalten geblieben, trotzdem kann man sich die kompaktte künstlerische Schönheit der Mosaike vorstellen. Die Mosaike wurden mit sehr interessanten altchistlichen Ikonographie dekoriert. Auf den Mosaiken dominieren Blumenmotive (Blätter. Blumenkränze, Körbe mit Trauben) und Tiermotive (Fische. Pfaus. Tauben). Die Darstellung der einheimischen Fischsorten auf den Mosaiken bestätigt den Glauben, dass die Mosaike in einheimischen Werkstätten Istriens gemacht wurden. Auf den Mosaiken sind vier Jahreszeiten symbolisch dargestellt. Das Zentrale Mosaikfeld besteht aus 73 Kreisen, die miteinander mit Zöpfen verbunden worden sind Künstlerisch sind die Mosaike den Mosaiken in der Teodorus Basilika in Aquilea ähnlich, die um Jahre 324 entstanden worden sind. In den Ruinen der Basilika fand man römische Dachziegeln und andere Funde (Geld, römische Lampen…). Der Stadtgemeinde Vrsar bleibt es die Mosaiken auszugraben und sie der Öffentlichkeit zugänglich zumachen.

Die romanische Basilika der heiligen Maria von der See

Im Hafen von Vrsar befindet sich ein sehr interessantes mittelalterliches Denkmal: die romanische Basilika der hl. Maria von der See. Die Basilika stellt ein sehr wichtiges Denkmal der romanischen Architektur in Istrien dar. Die Geschichte der Basilika ist lang und interessant. Anstelle der Basilika war in der römischen Zeit ein grösseres Gebäude (vielleicht eine villa rustica – ein Landhaus mit Hof). Im frühen Mittelalter stand an dieser Stelle ein bescheidenes Kirchlein der hl. Maria, erbaut in der zweiten Hälfte des 8. Jhs. In der Zeit zwischen dem 8. und 12. Jh. wurde das ursprüngliche Kirchlein mehrere Male umgebaut und restauriert. Sein heutiges architektonisch-künstlerisches Aussehen stammt aus dem 12. Jh. An den Wänden sind Reste des Umbaus noch sichtbar. In der neueren Zeit erlebte die Kirche mehrere Restaurierungen (die letzte im Jahr 1969). Diese ziemlich monumentale Basilika (24,5 x 12,5 M) erinnert in ihrer Architektur an die altchristlichen Kirchen. Der kroatische Kunsthistoriker Ljubo Karaman (1881 -1971) schrieb über diese Basilika: “Vrsar hat eine dreischiffige Basilika auf den Säulen, die in ihrer ursprünglichen Atmosphäre und altchristlichen Bauart erhalten geblieben ist.” Die Fassade der Basilika ist einfach. Auf der Fassade ist ein rundes Fenster (oculus). Auf der Ostseite der Kirche ist ein einfacher Glockenturm in Form einer romanischen Monofore (eine Arkade für die Glocke). Im Turm ist eine kleine Glocke aus dem Jahre 1922. gegossen in der Glockengiesserei Lapa-gna in Triest. Das halbdunkle Innere der Basilika wirkt suggestiv. Schwere romanische Arkaden mit monolyten runden Säulen teilen den Kirchenraum in drei Schiffen. An jeder Seite sind je drei Säulen. Die Säulen enden mit interessanten Kapitelen im romanischen Stil mit Blumemmotiven (Palmetten). Die Ostseite des Kirchenraumes endet in drei Apsidien. Der Kirchenboden ist nicht originell: er wurde erhöht und deswegen scheinen die Säulen kürzer. In der Kirche sind mehrere Grabsteine gefunden worden. Ein Prokurator des Franziskaner Klosters. Simon aus Bosnien, der im 17. Jh. lebte, und der im Geiste der christlichen Philosophie pessimistische Lebensanschauung hatte, lies auf seinen und den Grabstein seiner Frau folgenden lateinischen Text anbringen:

SEPVLCRUM.D.(omi) NI.SIMONIS BOSNENSIS.PRO (curi) TORIS.FRA (tr.) VM ORDINIS. MINORVM. S (ancti). FRAN (cis) CI ET. VXORIS. EIVS. SIMONAE DOMVS. DI VITAE. LOCVS. MISERIAE REFVCVIM. SVPERBIAE. (Der Grab des Herren Simon aus Bosnien, Prokuralor der kleinen Bruderschaft des heiligen Franziskus und seiner Frau Simone. Das Haus des Lehens – der Platz des Unheils und Zufluchtsort des Hochmuls).

Die Wände im Inneren waren mit vielfarbigen religiösen Wandmalereien dekoriert. Die ersten Wand¬malereien wurden im 9. und 10. Jh. gemacht. Ein unbekannter einheimischer Maler hatte das Innere in der ersten Hälfte des 16. Jhs. wieder mit hochwer-tiegen Fresken bemalt. Obwohl die Spuren der Fresken heute kaum zu erkennen sind, sind sie am besten an der Wand der Hauptapsis (die Köpfe der Heiligen) zu erkennen. In der Basilika befanden sich früher viele Kunstgegenstände (Standbilder. Bilder.) Heute wirkt die Kirche leer und arm. In der Kirche ist noch das Bild der Madonna und der Heiligen. Das Bild ist siggniert: vittoro jeralta. Bei seinem dreitägigen Aufenthalt in Vrsar im Jahr 1177 auf dem Weg aus Venedig nach Ancona zelebrierte der Papst Alexander der III eine Messe in dieser Basilika. Neben der Kirche war einst ein alter Friedhof: an der Nordseite der Kirchenmauer sind noch einige Reste dieses Freidhofs zu sehen. Der neue Freidhof wurde im Jahre 1900 ausserhalb der Stadt neben der Strasse nach Funtana angelegt. Im Kirchhof rechts vorn Südportal liegt ein antikerömischer Steinblock, dekoriert mit Girlanden (Kronen aus Bläter und Obst), die über den Hörnen der Ochsenschädel hängen. Dieser Steinblock wurde im Jahre 1932 in der Nahe des Dörfchen Valkanela unweit von Vrsar gefunden und gehörte einst einem römischen Landhaus (villa rustica) aus dem 12. oder 13. Jh. Neben der Basilika sind Reste eines Klosters. In den alten Schriften unter dem Namen Prioratum Sanctae Mariia wurde das Kloster in der zweiten Hälfte des 12. Jhs. (l 177) zum ersten Mal erwähnt aber es ist nicht sicher, dass das Kloster schon damals existierte: Genauere Angaben datieren aus dem Jahre 1227. Die ersten Klosterbrüder waren die Karmeliten (nach dem Berg Karmel in Palästina genannt) die von den Türken und Arabern verfolgt über Zypern und Sizilien nach Europa kamen. Nach Vrsar kamen die Karmeliten entweder Ende des 11. oder Anfang des 12. Jhs. und gründeten da ihr Kloster. Mit einigen Unterbrechungen lebten die Karmeliten im Kloster bis Mitte des 14. Jhs. da. In der zweiten Hälfte des 17. Jhs. (um 1631) kamen da die Franziskaner und blieben bis 1660, wann das Kloster zugemacht wurde, nach einem Streit zwischen den Franziskanern mit dem Bischof aus Poreč Gianbattista de Giudice um die Grundrechte (die Pater töteten in einem Streit den Bischofsneffen). Die Franziskaner restaurierten das alte Klostergebäude im Barockstil. Im Erdgeschoss waren die Lagerräume für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Weinkelter und Olivenpresse. Nach dem Aufbruch der Franziskaner war im Kloster einige Zeit lang (bis 1732) ein Seminarium. die Priesterschule. Bis heute ist die Fassade des Klostergebäudes aus dem 17. Jh. erhalten geblieben.

Verlassene Steinbrüche

Zu den Denkmälern Vrsar muss man auch alte verlassene Steinbrüche zählen. In diesen Steinbrüchen wurde von römischen Zeit an bis zur Gegenwart kontinuierlich Stein gewonnen. In der Nähe der romanischen Basilika der hiligen Maria und auf den vorgelagerten Inseln sind Reste verlassener Steinbrüchen zu sehen (an der Spitze der Insel St. Georg). Manche Kunsthistoriker vertreten die Meinung, dass vielleicht die monumentalle Kuppel (Durchmesser 10,76 m, Gewicht 2301) im Mausoleum des ostgotischen Königs Teodorus des Grossen (493-526) in Ravenna aus dem Stein gebaut wurde, der von der Spitze dieser kleinen Insel stammt. Nach der Meinung des Archäologen und Kunsthistorikers Dr. Ante Šonje, ist die Kuppel aus dem Stein gebaut aus den Steinbrüchen, die südlich von Poreč liegen. Auch auf dem Gavan Gipfel (ital. Monte Ricco) östlich von Vrsar befindet sich ein verlassener Steinbruch sowie auf dem Hügel nordöstlich von Vrsar. Da wurde in der Zeit der Romanik hochwertiger grauer Stein (Surac) gewonnen. Die Steinbrüche um Vrsar und Rovinj wurden besonders intensiv in der langen Zeit der Herrschaft Venedigs über Istrien (13-18. Jh.) exploitiert. In der Zeit des Barocks und der Renaissance war hochwertiger Stein aus Vrsar in den italienischen Städten (pietra di Orsera) bekannt. Besonders gern wurde der Stein aus Vrsar in Venedig zum Bauen von Palästen. Brücken. Kirchen usw. genutzt. In der Zeit seiner kreativen Schaffenszeit in Venedig kam öfters der Ranaisance Bildhauer Antonio Rizzo (1467-1498) aus Verona nach Rovinj und damit auch nach Vrsar. Seine wichtigsten Werke sind in Venedig. (Arbeiten am Dogenpalast. Grabmonument dem Dogen Tron…).

Im wiedergöffneten Steinbruch “Montraker” findet in den Sommermonaten die internationale Bildhauerschule statt. Die Werke der Künstler bleiben als Geschenke in Vrsar und tragen der Beschönigung von Vrsar bei.

An der Strasse nach Funtana liegt der Freidhof von Vrsar. den der Bauunternehmer Celeste Gerometta im Jahre 1900 erbaut hat. In der Nähe ist das Sommeratelier des Bildhauers Dušan Džamonja. Im gros-sen Park der Sommervilla sind die Miniaturen von bekannten Džamonjas Werken ausgestellt. Die Originale befinden sich in ganz Kroatien sowie in verschiedenen Ländern der Welt.